Bonn 2018-10-24T11:40:59+00:00

BONN – DIE BUNDESSTADT AM RHEIN

HIER LIEGEN DIE MUSEEN AN EINER MEILE

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HIER SCHLUG 50 JAHRE DAS HERZ DER REPUBLIK

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HIER IST DAS TOR ZUM ROMANTISCHEN RHEIN

DER BKB REISEFÜHRER BONN

Ausführliche Informationen zur Vorbereitung und Begleitung Ihrer Reise nach Bonn finden Sie in unserem Reiseführer „3 Tage in Bonn“. Handlich, übersichtlich, informativ! Ein Programm für drei Tage, Stadtplan, besondere Tipps und Adressen. Wir zeigen Ihnen die Highlights, nette Viertel, machen mit Ihnen Pause und erzählen Geschichten … Und zwar genauso viel, wie Sie für drei Tage brauchen!

 „3 Tage in Bonn“ gibt’s als Taschenbuch bei Ihrem Buchhändler oder im BKB-Shop!

Den BKB Reiseführer “3 Tage in” gibt es in deutscher und englischer Sprache im Buchhandel oder im BKB-Shop!

Texte und Bilder auf unserer Website dienen der Orientierung und Planung Ihrer Reise nach Bonn. Alle Infos sind von der 3-Tage-in-Redaktion sorgfältig recherchiert und werden fortlaufend aktualisiert. Dennoch kann es vorkommen, dass einzelne Angaben lückenhaft oder veraltet sind. Wir sind daher für jede Richtigstellung oder Ergänzung unserer Infos dankbar. Bitte senden Sie Ihre Anregungen an: info@3-tage-in.de

TIPPS DER VISIT-THE-CITY-REDAKTION FÜR IHREN 3-TAGE-TRIPP NACH BONN

Die Stadt, in der Beethoven geboren wurde und die Bundesrepublik ihren Anfang nahm, ist heute lebendige und weltoffene Stadt, Sitz diverser UN-Organisationen und bedeutender Wissenschaftsstandort. Mehr als 2.000 Jahre Geschichte haben die Stadt geprägt und alle, ob Römer, Erzbischöfe, Handelsherren oder Parlamentarier, haben ihre Spuren hinterlassen. Neben den architektonischen Zeitzeugen sind die Museumsmeile und die zahlreichen Veranstaltungen eine besondere Attraktion und die vielen schönen Cafés, Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein.

BONN AM 1. TAG

Am besten erkundet man eine Stadt mit einem Bummel durch die Straßen der Innenstadt. Dabei lernen Sie zwei römische Soldaten kennen, erfahren Neues und Unbekanntes über den berühmtesten Sohn der Stadt und begegnen Studenten im kurfürstlichen Ambiente. Und die rheinische Lebensfreude kommt natürlich auch nicht zu kurz.

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DER MÜNSTERPLATZ

Ausgangspunkt für den Stadtbummel durch die Innenstadt ist der Münsterplatz mit dem spätbarocken Palais Fürstenberg, der heutigen Hauptpost, auf dem das Denkmal Ludwig van Beethovens steht. Im Mittelalter diente der Münsterplatz als Ort der Gerichtsbarkeit. Daran erinnert die 2,70 Meter hohe Säule aus römischem Sandstein vor dem Hauptportal, die von einer Trachytkugel (Sinnbild des Erdballs), dem Hoheitszeichen des Gerichtsherrn, bekrönt wird. Ein abgebrochener Eisendübel auf halber Höhe zeigt, dass an diesen Pranger oder Schandpfahl die Verurteilten gekettet und dem Hohn sowie Spott des Volkes ausgesetzt wurden.

DAS MÜNSTER

Werfen Sie einen Blick auf das fünftürmige Münster, das mit seinem mächtigen Vierungsturm weithin sichtbar die Silhouette der Stadt bestimmt und eines der Wahrzeichen Bonn ist. Geweiht wurde das Gotteshaus den beiden Märtyrern und heutigen Stadtpatronen Cassius und Florentius. Aus der spätrömischen  Grabstätte zu ihren Ehren entstand schließlich bis zu dem Zeitpunkt, als man im benachbarten Köln den Grundstein zum Dom (1248) legte, mit der dreischiffigen Kreuzbasilika eine der ersten Kirchengroßanlagen im Rheinland.

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EIN SCHÖNER ORT DER STILLE

Nicht verpassen sollten Sie den romanischen Kreuzgang, einer der schönsten Plätze in Bonn, der als einer der „1.000 Orte, die man gesehen haben muss, bevor man stirbt“ gilt.

Diese wunderbare Oase der Stille wurde Mitte des 12. Jahrhunderts von Propst Gerhard von der Aue zusammen mit dem zweigeschossigen Stiftsgebäude errichtet. Beachten Sie an den drei heute noch erhaltenen Kreuzgangflügeln die reich verzierten Kapitelle mit blumenartigen Verzierungen und verschiedensten Tierdarstellungen.

AM STERNTOR

Durch die Vivatsgasse geht es weiter zum Sterntor, dass an die mittelalterliche Stadtbefestigung erinnert. 1898 hatte man aus verkehrstechnischen Gründen die Torburg am Ende der Sternstraße, die für den Warenverkehr aus Aachen den Eingang in die Stadt bildete, abgerissen und einige Meter weiter diesen Ersatzbau aus Resten der alten Stadtmauer errichtet.

Zwei Bildwerke fallen am Torbau ins Auge: die spätgotische Gruppe des Gekreuzigten mit Maria und Johannes sowie die Muttergottes mit „sieben Schmerzen“ aus dem Jahr 1650.

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 DAS BEETHOVEN- HAUS

Heute ist das Geburtshaus Beethovens eine Gedenkstätte und dokumentiert anhand der mittlerweile weltweit größten Beethoven-Sammlung Leben und Werk des Komponisten. Hier erfahren Sie, wie der junge Beethoven gelebt hat, sehen Stationen seines Lebensweges, der ihn zur Wiener Klassik führte und zum Wegbereiter der Romantik werden ließ. Sie lernen etwas über die Menschen, die ihn begleitet und geprägt haben, und hören, welchen Einfluss seine Kompositionen auf die Musikgeschichte genommen haben.

Nicht versäumen sollten Sie das Studio für digitale Sammlungen im Nachbarhaus, zu dem Sie über den Skulpturenhof gelangen. Das Studio lädt zu einer interaktiven Entdeckungsreise durch den Nachlass Beethovens ein und Sie können sich beispielsweise seine Werke in Aufnahmen der Deutschen Grammophon Gesellschaft anhören, eine Nachbildung seiner letzten Wohnung in Wien besuchen oder einer Lesung aus Beethovens Briefen lauschen. Ein Musikerlebnis der ganz anderen Art bietet die Bühne für Musikvisualisierung im historischen Gewölbekeller: Bei diesem Projekt hat man traditionelle und experimentelle Ausdrucksmittel miteinander verbunden und zwei ausgewählte Kompositionen – Fidelio und Presto 126/4 – im 3-D-Grafik- und Klangraum interaktiv inszeniert.

IM ZENTRUM DER STADT

Die ungewöhnliche, fast dreieckige Form des Marktplatzes erklärt sich mit seiner Lage im Mittelpunkt verschiedener alter Handelsstraßen. In der Mitte erhebt sich der Marktbrunnen in Form eines reich verzierten Obelisken, den die Bürger nach dem großen Feuer von 1777 auf Befehl des damaligen Kurfürsten Maximilian Friedrich aus eigener Tasche errichtet haben. Um die wunderbare historische Kulisse zu genießen, schlendern Sie am besten zwischen den Gemüseständen über den Wochenmarkt und lassen sich dann draußen vor einem der zahlreichen Lokale nieder.

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DAS ALTE RATHAUS

Blickfang und zugleich städtisches Wahrzeichen ist das Rathaus mit seiner reich verzierten Rokokofassade an der breiten Ostseite des Marktplatzes. 1737 hatte Kurfürst Clemens August persönlich den Grundstein zu dem Bau gelegt, dessen beide goldenen Löwen über der Mansarde als kurfürstliche Wappentiere an den Bauherr erinnern. Einmal sollten Sie die doppelläufige Freitreppe mit den vergoldeten Gittern hinaufsteigen, die schon so oft Schauplatz historischer Ereignisse war. Von hier hat der erste Bundespräsident Theodor Heuss 1949 zu den Bürgern gesprochen, hier haben 1962 Charles de Gaulle und ein Jahr später John F. Kennedy ihre Reden gehalten und wurde 1989 der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow bejubelt.

SCHLOSS UND UNIVERSITÄT

Nächstes Ziel ist das Schloss, das den Kölner Kurfürsten jahrhundertelang als Residenz diente und heute das Hauptgebäude der Bonner Universität ist. Die kastellartige Vierflügelanlage, die durch Türme abgeschlossen wird und mehrere Innenhöfe umschließt, wurde 1607– 1705 vom Münchner Hofarchitekten Enrico Zuccali errichtet. Knapp 20 Jahre später wurde der Bau nach Süden hin geöffnet und der barocke Hofgarten angelegt, der in der Zeit der Bonner Republik als Schauplatz zahlreicher Demonstrationen gegen die Politik der Bundesregierung in die Geschichte einging. Heute ist er aufgrund seiner Lage vor allem ein bei Studenten beliebter Park.

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AM ALTEN ZOLL

Den Abschluss des Stadtbummels bildet die ehemalige Eckbastion der Bonner Stadtbefestigung, auf der einst das kurfürstliche Zollhaus zur Erhebung des Rheinzolls stand. Heute locken die Terrasse mit den schattenspendenden Kastanien und dem Bronzedenkmal des Dichters Ernst Moritz Arndt ebenso wie der Biergarten direkt nebenan wegen des wunderbaren Blicks auf den Rhein und das Siebengebirge.

Das Tempelportal am Fuße des Alten Zolls ist Ulrich Rückriems Hommage an Heinrich Heine.

BONN AM ABEND

Wer den Abend kulturell gestalten möchte, findet in Bonn ein breites Angebot. Mit Oper, Konzerten des Beethoven-Orchesters und der Klassischen Philharmonie sowie Jazz-, Rock- und Popkonzerten wird Bonn seinem Namen als Musikstadt gerecht. Auch im Theaterbereich hat Bonn einiges zu bieten, gibt es doch neben dem Schauspiel viele private Theater und Kabaretts wie das bekannte Pantheon oder das Haus der Springmaus. Letzteres liegt an der Endenicher Kulturmeile in der Frongasse, wo man auf wenigen Metern den Musikclub Harmonie, den Fiddler’s Pub, das Rex-Lichtspieltheater, das Robert-Schumann-Haus und das Theater im Ballsaal findet.

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KNEIPENBUMMEL

Zum gemütlichen Kneipenbummel lädt die Südstadt südlich von Hofgarten und Poppelsdorfer Allee ein. Hier haben sich innerhalb des bürgerlichen Wohnviertels viele Kneipen und Lokale angesiedelt. Wenn Sie noch ein Stückchen weiter spazieren, finden Sie in Poppelsdorf hinter dem Botanischen Garten entlang der Clemens-August-Straße ein reges Kneipenleben. Alternativer geht es in der inneren Nordstadt (oder auch Altstadt) zu, einem rund 100 Jahre alten Handwerks- und Bürgerviertel nördlich der Innenstadt. In diesem Multikulti-Viertel mit südländischem Flair liegen rund um Breite Straße und Heerstraße zahlreiche Kneipen und Restaurants. Werfen Sie unbedingt einen Blick in die malerischen Hinterhöfe, wo sich in Handwerks- und Fabrikräumen eine lebendige Kunstszene etabliert hat.

BONN AM 2. TAG

Zuerst beschäftigen Sie sich mit der Artenvielfalt auf der Erde, wandeln dann auf den historischen Spuren der Bundesrepublik, besuchen Bauten der „provisorischen“ Hauptstadt und spazieren im Anschluss durch über 70 Jahre deutsche Politik-, Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte. Danach können Sie sich beim Shoppen entspannen und in einem der vielen Straßencafés dem Treiben in der Innenstadt zuschauen.

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DAS MUSEUM KOENIG

In dem imposanten Sandsteinbau residiert das Naturkundemuseum, das der Zoologe Alexander Koenig begründet und 1929 der Stadt Bonn übereignet hat. Für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen ist die Dauerausstellung „Unser blauer Planet – Leben im Netzwerk“ ein faszinierendes Erlebnis, werden doch hier ökologische Wechselwirkungen innerhalb und zwischen den wichtigsten Ökosystemen unserer Erde anschaulich erklärt. Zugleich ist das Museum der Start für den Weg der Demokratie, der durch die 50-jährige Geschichte des Regierungsviertel führt und mit Texttafeln auf die ehemalige bzw. aktuelle politische Bedeutung der Häuser verweist. Nach Kriegsende war der Lichthof des Museums nämlich Schauplatz eines bedeutenden historischen Ereignisses: Am 1. September 1948 konstituierte sich hier der Parlamentarische Rat, der dann das Grundgesetz erarbeitete.

DAS ALTE MACHTZENTRUM

Wenn Sie im Palais Schaumburg am Schreibtisch Adenauers oder wie unser Bundespräsident auf der Terrasse der Villa Hammerschmidt stehen oder aber das Bundeskanzleramt oder den Kanzlerbungalow besichtigen möchten, müssen Sie den Spaziergang vorplanen. Denn viele der Bauten im Regierungsviertel sind nicht öffentlich, sondern nur im Rahmen einer Führung zugänglich.

Infos bei der Bonn-Information, 0172/7718978 und unter www.bonntouren.de

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DER ERSTE BUNDESTAG

Hier konstituierte sich am 1. September 1948 der Parlamentarische Rat und verabschiedete nach nur acht Monaten am 23. Mai 1949 das Grundgesetz. Entstanden ist das Bundeshaus aus der im Bauhausstil errichteten Pädagogischen Akademie aus den 1930er-Jahren. Weil Bonn den Konkurrenten in der Hauptstadtfrage zuvorkommen wollte, beauftragte man 1949 den Architekten Hans Schwippert mit der Erweiterung und so entstanden innerhalb weniger Monate – als erste von vielen – der fünfgeschossige Nordflügel für den Bundesrat, ein dreigeschossiger Südflügel für den Deutschen Bundestag und ein 1.000 Quadratmeter großer Plenarsaal.

HIER WURDE DEMOKRATIE GELEBT

Knapp 40 Jahre kamen die Abgeordneten hier zusammen, bis der Bundestag aufgrund des maroden Zustands 1986 den Abriss und Neubau des Plenarsaals entschied. Fertiggestellt wurde dieser 1992, nachdem ein Jahr zuvor der Umzug von Regierung und Parlament nach Berlin beschlossen worden war. Und so haben die Parlamentarier den repräsentativen Bau, dessen große Glasflächen demokratische Offenheit und Transparenz symbolisieren, nicht mehr lange nutzen können.

Am 1. Juli 1999 fand hier die letzte Sitzung des Deutschen Bundestags in Bonn statt und heute ist er Teil des World Conference Centers Bonn. Neu war im Plenarsaal die kreisrunde Sitzordnung, sodass die Vertreter von Regierung und Bundesrat nicht mehr erhöht gegenüber den Abgeordneten, sondern zusammen mit diesen in einem Kreis saßen. Ihre Unvollkommenheit führte den Abgeordneten der Bundestagsadler, die sogenannte „Fette Henne“ vor Augen, deren Gefieder zwar symmetrisch, aber lückenhaft angelegt war.

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DAS WASSERWERK

364 Bundestagssitzungen haben hier stattgefunden, darunter die historische am 20. Juni 1991, auf der der Beschluss zum Umzug von Bundestag und Bundesregierung nach Berlin gefasst wurde. Wer das Pumpenhaus des ehemaligen Gronauer Wasserwerks aus dem Jahr 1892 betritt, heute ebenfalls ein Teil des World Conference Centers Bonn, wird sich über die Enge wundern. Aber der Bau eignete sich aufgrund seiner Lage wunderbar als Ausweichquartier während des Neubaus des Plenarsaals. Deshalb nahmen die Parlamentarier die beengten Sitzverhältnisse in Kauf, selbst als nach der Wiedervereinigung 1990 noch Plätze für die zusätzlichen 144  Abgeordneten aus den neuen Bundesländern geschaffen werden mussten.

DIE DEUTSCHE WELLE

Der Schürmannbau zu Füßen des Langen Eugens und des Post Towers, der ursprünglich als Erweiterung des Abgeordnetenhochhauses geplant und nach der Unterspülung durch das Jahrhunderthochwasser von 1993 zunächst nicht weitergebaut wurde, ist seit 2003 Sitz der Deutschen Welle. Als mediale Stimme Deutschlands in der Welt strahlt sie ihr Programm in über 30 Sprachen via Fernsehen, Internet und Radio aus. Ausschließlich aus Steuergeldern finanziert, soll die Deutsche Welle Ereignisse und Entwicklungen in Deutschland und der Welt aus deutscher Sicht darstellen und damit das Verständnis zwischen den Kulturen und Völkern fördern.

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DER LANGE EUGEN

Direkt gegenüber steht das ehemalige Abgeordnetenhaus des Deutschen Bundestages, das 1969 nach den Plänen des Architekten Egon Eiermann errichtet worden ist und lange Zeit mit seinen 114,70 Metern das höchste Wahrzeichen Bonns war. Im Volksmund wird es nur der „Lange Eugen“ genannt, in Anspielung auf die geringe Körpergröße des damaligen Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmeyer, der den 29-stöckigen Bau engagiert gefördert hatte. Heute ist er das Zentrum des UN-Campus, wie die drei großen blau-weißen  Leuchtembleme schon von Weitem zeigen.

DER POST TOWER

Weithin sichtbares Symbol für den Wandel in der Bundesstadt und das höchste Bürohaus in Nordrhein-Westfalen ist mit 162,50 Metern Höhe der futuristisch anmutende Turm aus Stahl, Glas und Beton, den die Deutsche Post DHL 2002 von den Architekten Jahn und Murphy errichten ließ. Im Grundriss besteht der Bau aus einem dreigeschossigen Sockel und zwei leicht versetzten Ellipsenhälften, die über filigrane Stahl-Glas-Konstruktionen und in jedem neunten Geschoss durch eine sogenannte Skygarten-Ebene, eine durchscheinende Glasflächen miteinander verbunden sind.

Bei Dunkelheit akzentuiert der Tower dank der dynamischen Lichtinstallation des Bretonen Yann Kersalé den Bonner Nachthimmel.

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IM HAUS DER GESCHICHTE

„Für die einen Befreiung, für die anderen Niederlage. Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 endet der von Deutschland entfesselte Zweite Weltkrieg.“ Damit beginnt die Geschichte Deutschlands, die dieses einzigartige Museum auf über 4.000 Quadratmetern mit mehr als 7.000 Ausstellungsstücken und 150 Medienstationen lebendig werden lässt. Und es gibt kaum ein Thema, das dabei ausgelassen wird. Sie sind eingeladen, in einer Nachbildung des alten Sitzungssaals Platz zu nehmen, wie es einst die Abgeordneten des Deutschen Bundestages von 1949 bis 1987 taten. Ein russischer Panzer verweist auf die Zeit des Kalten Krieges, aus der Originalsteine der Mauer oder eine Geheimkamera in einem Buch zu sehen sind. Nehmen Sie Platz im Kino der 1950er-Jahre oder in der Eisdiele mit Musikbox, die für die Zeit des westdeutschen Wirtschaftswunders in den 1950er- und 1960er-Jahren stehen. Lassen Sie andere historische Ereignisse wie den Mauerbau, die Studentenproteste von 1968, den Friedensnobelpreis an Willy Brandt 1971 oder das Attentat während der Olympischen Sommerspiele von 1972 in München an sich vorbeiziehen, und erinnern Sie sich an die neue politische Bewegung der Grünen in den 1970er-Jahren, an den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung.

BUMMELN UND SHOPPEN

Einkaufen geht man in Bonn in der Innenstadt, wo sich zwischen Münsterplatz, Marktplatz und Friedensplatz eine der größten zusammenhängenden Fußgängerzonen in Deutschland erstreckt. Die kleinen Straßen und schmalen Gassen, zwischen denen sich die Plätze öffnen und zum Verweilen einladen, haben einen ganz besonderen Charme. Kaum ein Wunsch bleibt in der City offen, reicht das Angebot doch von Waren- und Modehäusern über eine große Auswahl an Einzelhandels- bis zu hin zu Spezialitätengeschäften.

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BONN AM 3. TAG

Bonn vom Wasser aus zu erleben, ist etwas Besonders, ist die Stadt doch das „Tor zum romantischen Rhein“. Und später geht es zur Museumsmeile, wo Sie sich zwischen einer spannenden Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle, zeitgenössischer Forschung und Technik im Deutschen Museum und rheinischen Expressionisten bzw. Kunst nach 1945 entscheiden können.

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SCHIFFSTOUR NACH LINZ

Ob Sie das sagenumwobene Siebengebirge mit Drachenfels, den Rolandsbogen, die Pfeiler der berühmten „Brücke von Remagen“ oder das fachwerkbunte Linz sehen möchten, eine Fahrt über den Rhein gehört unbedingt zum Bonnbesuch. Ab der Anlegestelle AlterZoll geht es vorbei an Regierungsviertel und Bad Godesberg, dem Petersberg mit dem Gästehaus der Bundesregierung und dem Drachenfels mit der Burgruine nach Königswinter. Nächste Station ist Bad Honnef gegenüber der Insel Nonnenwerth, wegen seines milden Klimas auch als rheinisches Nizza bekannt. Linksrheinisch verweist hoch oben der Rolandsbogen, das einzig verbliebene Burgfenster der Burg Rolandseck, auf die nächste Anlegestelle Rolandseck.

Nachdem Sie das rechtsrheinische Weinstädtchen Unkel, Wohnsitz des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt, und auf der gegenüberliegenden Seite Schloss Marienfels passiert haben, kündigt die Wallfahrtskirche St. Apollinaris die nächste Station Remagen an. Letzte Anlegestelle ist Linz, wegen der vielen farbigen Fachwerkhäuser auch als bunte Stadt am Rhein bekannt.

DAS KUNSTMUSEUM

Wie Licht eine Sammlung zum Leben bringen kann, welche Ziele die Rheinischen Expressionisten verfolgten und wie sich die deutsche Kunst nach 1945 entwickelt hat, erfahren Sie beim Besuch des Kunstmuseums. Bevor Sie eintreten, nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit für die Architektur. Wellen und Windungen, große Fensterflächen und unregelmäßig gruppierte Säulen bestimmen die Außenansicht. Innen kennzeichnet ein fließendes Raumkonzept mit einer theatralischen halbkreisförmigen Treppe im Zentrum den 1992 von Axel Schulte entworfenen Bau. Wegen seiner Offenheit und Lichtführung gilt er als einer der wichtigsten Museumsneubauten nach dem Zweiten Weltkrieg.

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DIE BUNDESKUNSTHALLE

Direkt gegenüber dem Kunstmuseum und durch den Museumsplatz verbunden liegt die Kunst- und Ausstellungshalle, die auf 5.600 Quadratmetern viel beachtete Wechselausstellungen zur Kunst- und Kulturgeschichte, zu Technik und Wissenschaften präsentiert. Der Wiener Architekt Gustav Peichl hatte 1992 den kubischen Baukörper als signifikantes Bauwerk und  Kommunikationszentrum entworfen. Weithin sichtbar sind die drei Pyramiden auf dem als Skulpturengarten genutzten Dach, die als Lichtschächte fungieren. Zur Friedrich-Ebert-Allee hin stehen 16 dunkel patinierte Stahlsäulen als Symbol für die 16 Bundesländer.

Wenn es das Wetter erlaubt und der Dachgarten der Bundeskunsthalle geöffnet ist, nehmen Sie sich unbedingt Zeit für einen Besuch! Wenn der Garten nicht in eine Ausstellung einbezogen ist, ist der Eintritt sogar kostenlos. Denn hier können Sie nicht nur die drei Pyramiden, sondern auch einen Vogelflughafen besichtigen.

MIT FLUGZEUG, BAHN ODER PKW NACH BONN

Bonn liegt zentral in der Mitte Europas und ist über drei internationale Flughäfen zu erreichen. Der nächste ist der Flughafen Köln Bonn dieser ist 26 Kilometer von der Innenstadt entfernt. Mit der Schnellbuslinie SB 60 fahren Sie in nur 25 Minuten vom Terminal zum Bonner Hauptbahnhof im Stadtzentrum. An den Terminals 1 und 2 sind jeweils Taxistände und es gibt einen Shuttleservice. Vom Frankfurt Airport aus fährt der ICE bis Siegburg/Bonn, ab Siegburg die Stadtbahn 66 bis Bonn Hbf. Den Düsseldorf Airport erreicht man mit der Bahn. Bonn ist über den Hauptbahnhof und den ICE-Bahnhof “Siegburg/Bonn” an das ICE- Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn angeschlossen.

Bonn ist optimal an das Bundes-Autobahnnetz angebunden und über die A 3 (Köln-Frankfurt), ab der Anschlussstelle Bonn/Siegburg  über die A 560 oder A 59, die A 61 und weiter über die A 565, aus Belgien, den Niederlanden und dem Raum Aachen kommend über die A 4 und die A 555 zu erreichen.

Darüber hinaus ist Bonn perfekt an das nationale Fernbusnetz angebunden.

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Bildnachweis: Alle Fotos BKB Verlag außer: „Hier ist das Tor zum romantischen Rhein“: https://de.fotolia.com, Datei: #204007212 | Urheber: Adrian72; „Das Beethoven-Haus“ u.: Beethoven-Haus; „Das alte Rathaus“: : https://de.fotolia.com, Datei: #200402663 | Urheber: pure-life-pictures; „Bonn am Abend“: Theater im Ballsaal; „Hier wurde Demokratie gelet“: Presseamt der Bundesstadt Bonn/Michael Sondermann; „Der Post Tower“: Deutsche Post AG; „Schiffstour nach Linz“: unten – Presseamt der Bundesstadt Bonn/Michael Sondermann; „Die Bundeskunsthalle“: Kunst- und Ausstellungshalle/Peter Oszvald.