Würzburg 2018-10-24T11:41:36+00:00

WÜRZBURG – DIE FRÄNKISCHE LEBENSART 

TIPPS DER VISIT-THE-CITY-REDAKTION
FÜR IHREN 3-TAGE-TRIPP NACH WÜRZBURG

Weltkulturerbe, Wein oder Musik sind einer der vielen Gründe, nach Würzburg, dem ehemaligen Sitz der Fürstbischöfe, zu reisen. Die Residenz mit dem berühmten Deckengemälde Tiepolos, die vielen Türme, Brunnen und die Alte Mainbrücke bestimmen das Bild der idyllischen Stadt am Main, in der neben dem renommierten Mozartfest das größte Festival für afrikanische Kultur in Europa stattfindet.

Texte und Bilder auf unserer Website dienen der Orientierung und Planung Ihrer Reise nach Würzburg. Alle Infos sind von der 3-Tage-in-Redaktion sorgfältig recherchiert und werden fortlaufend aktualisiert. Dennoch kann es vorkommen, dass einzelne Angaben lückenhaft oder veraltet sind. Wir sind daher für jede Richtigstellung oder Ergänzung unserer Infos dankbar. Bitte senden Sie Ihre Anregungen an: info@3-tage-in.de

Ausführlichere Informationen finden Sie in unserem Reiseführer „3 Tage in Würzburg“, den Sie ab Januar 2018 als Taschenbuch oder E-Book direkt im BKB Shop oder im Buchhandel erwerben können!

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ANREISE NACH WÜRZBURG

Würzburg erreichen Sie am besten mit dem Auto oder mit dem Zug. IC- und ICE-Züge verkehren stündlich aus den Richtungen Frankfurt, Hannover oder München, mehr als 350 Reisezüge halten täglich am Hauptbahnhof. Von dort sind Sie in wenigen Minuten in der Innenstadt. Passende Bahnverbindungen finden Sie hier:

Kostengünstiger ist die Anreise mit dem Fernbus. Es gibt u. a. Direktverbindungen von und nach Berlin, Frankfurt, Freiburg, Köln, München und Rostock-Warnemünde. Schauen Sie hier:

Wer mit dem Flugzeug anreisen möchte, kann zwischen den beiden internationalen Flughäfen Frankfurt und Nürnberg wählen, die jeweils ca. eine Stunde von Würzburg entfernt sind. Von dort reisen Sie mit dem Zug weiter oder mieten sich einen Wagen.
Flugverbindungen sind einfach zu finden unter:

Wenn Sie für den Transfer nach Würzburg einen Mietwagen buchen möchten, empfehlen wir eine Suche über:

WÜRZBURG AM 1. TAG

DER DOM STEHT IM ZENTRUM

Würzburg erkundet man am besten zu Fuß und beginnt mit einem Spaziergang durch die Altstadt, in der viele Sehenswürdigkeiten die wechselvolle Geschichte der Stadt bezeugen. Mittelpunkt ist der Dom St. Kilian, einer der größten romanischen Sakralbauten in Deutschland. Am nördlichen Querarm wurde nach Plänen von Balthasar Neumann die Schönbornkapelle errichtet, die als Grablege für die Fürstbischöfe aus dem Hause Schönborn diente. Gleich um die Ecke lockt das Museum am Dom, in dem sakrale Kunst aus elf Jahrhunderten in einem spannenden Gegenüber von Alt und Modern gemäß dem Motto „Riemenschneider meets Beuys“ angeordnet sind.

KIRCHEN ERZÄHLEN GESCHICHTEN

Direkt neben dem Dom liegt das Neumünster mit prachtvoller Barockfassade und mächtiger Kuppel, in dessen Gruft der hl. Kilian und seine Gefährten Kolonat und Totnan bestattet sind. Nicht versäumen sollten Sie einen Abstecher auf die Rückseite des Gotteshauses in das Lusamgärtchen, einer grünen Oase mitten in der Stadt. In dem Rest eines romanischen Kreuzgangs befindet sich das Grabdenkmal für Walther von der Vogelweide, der in Würzburg seinen Alterswohnsitz hatte.

Pause in historischem Ambiente

Zu einer Pause lädt der schöne Marktplatz ein. Den oberen Markt ziert das Falkenhaus mit seiner üppigen Rokokofassade, den unteren Markt die in Rotbraun und Weiß gehaltene spätgotische Marienkapelle. Von ihrem Südportal blicken die Sandsteinfiguren von Adam und Eva von Tilman Riemenschneider auf das Marktgeschehen. Betrachten Sie am Nordportal das Tympanon (Bogenfeld), wo die Unbefleckte Empfängnis – von Gottes Mund in Marias Ohr – bildlich dargestellt wird. Aber natürlich gibt es auch genügend Möglichkeiten, auf dem Platz in einem der vielen Straßencafés zu verweilen, Kaffee zu trinken, ein Eis zu essen und zu schauen, was die anderen so tun.

DAS JULIUSSPITAL

Unbedingt einen Besuch wert ist das prachtvolle Juliusspital, eine der größten Wohltätigkeitsstiftungen Deutschlands, das dank der Stiftungen vom Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn noch heute über 163 Hektar Weinberge, ca. 1.040 Hektar Ackerland und ca. 3.400 Hektar Wald verfügt und damit zu den drei größten Weingütern Würzburgs gehört. Im Innenhof lädt der Park mit Gartenpavillon und barocker Brunnenanlage zum Verweilen ein. Ein Highlight ist die Rokokoapotheke mit einzigartiger Originaleinrichtung, die nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann.

UND ABENDS AN DEN FLUSS

Weinkneipen, Bars und Restaurants laden überall in der Altstadt am Abend ein. Aber egal ob Sie fränkischen Sauerbraten oder Pizza gegessen haben, bei schönem Wetter gibt es nur eins: Man trifft sich zum Brückenschoppen auf der Alten Mainbrücke. Jung und Alt, Würzburger wie Touris kommen hier zusammen, um den Straßenmusikern zuzuhören, zu klönen, Leute zu beobachten oder einfach nur, um da zu sein, und das alles – nach längerem Schlangestehen – mit einem Schoppen (es kann auch ein Spritz oder ein Hugo sein) vom Gasthaus Alte Mainmühle.

WÜRZBURG AM 2. TAG

BESUCH BEIM FÜRSTEN: ERST IN DEN GARTEN …

Am Vormittag geht es vom Alten Kranen, einem der Wahrzeichen der Stadt am Flussufer, mit dem Schiff nach Veitshöchheim zum Rokokogarten. Rund 40 Minuten dauert die Fahrt vorbei am Alten und Neuen Hafen, an Kloster Oberzell und der Gemeinde Zell am Main bis zu dem malerischen Örtchen nordwestlich von Würzburg. Hier hatten sich die Würzburger Fürstbischöfe ihre Sommerresidenz anlegen lassen und der 12 Hektar große Garten lädt mit über 300 Skulpturen und grünen Lauben zum Spaziergang ein. Mittelpunkt ist der künstliche See, den eine Parnassgruppe schmückt und dessen Wasserspiele eine besondere Attraktion sind.

… DANACH INS STADTSCHLOSS

Nachmittags steht die Residenz der Fürstbischöfe auf dem Programm, die von Balthasar Neumann erbaut das Hauptwerk des süddeutschen Barocks ist und zum Weltkulturerbe zählt. Unbestrittenes Highlight ist das Treppenhaus, in dem der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo, der bedeutendste Freskenmaler seiner Zeit, das größte zusammenhängende Fresko der Welt schuf. Es lohnt sich, sich bei einer Führung das Deckengemälde erklären zu lassen. So kommen Sie auch in die Paradezimmer, die sonst verschlossen sind. Den Besuch rundet ein Spaziergang durch den Hofgarten mit seinen beiden Brunnen, den vielen Skulpturen, wunderbaren Bäumen und Rosen ab. Eine Pause im Biergarten der Residenzgaststätte haben Sie sich dann verdient.

IN VINO VERITAS

Wein und Würzburg gehören untrennbar zusammen und deswegen sollten Sie sich eine Führung durch einen Weinkeller nicht entgehen lassen. Nach dem Besuch der Residenz bietet sich eine öffentliche Führung durch den Staatlichen Hofkeller an. Sie sehen dabei nicht nur die Gewölbe mit den zahlreichen Holzfässern und erfahren viel über die Geschichte des Weins und seine Lagerung, sondern lernen auch Interessantes wie die Herkunft der Redensart „flüssig sein“.

Am Abend: Weinfest, Theater oder Kabarett?

Wenn nicht gerade eines der zahlreichen regionalen Weinfeste stattfindet oder ein besondere kulturelle Veranstaltung am Abend einlädt, bietet sich der Besuch einer der Bühnen Würzburgs an. Das Dreispartenhaus des Mainfranken Theaters, die renommierte Kabarettbühne Bockshorn oder eine der vielen kleinen Bühnen zeigen etwas für jeden Geschmack. Abgerundet wird Würzburgs Kulturangebot durch zahlreiche Open-Air-Theateraufführungen.

WÜRZBURG AM 3. TAG

HOCH AUF DEM BERG …

Von Weitem haben Sie die Festung Marienberg auf der linken Mainuferseite schon immer gesehen: Benannt nach der 706 geweihten Marienkirche wurde die mittelalterliche Burganlage um 1600 zum Renaissanceschloss umgebaut und diente bis zum Umzug der Fürstbischöfe in die Residenz als deren Wohnsitz. Von hier haben Sie nicht nur einen wundervollen Blick auf die Stadt, Sie können innerhalb der Vierflügelanlage im Rahmen einer Führung auch den Bergfried und das Brunnenhaus besichtigen und finden im Museum für Franken die größte Riemenschneidersammlung der Welt.

… WALLFAHRT LIGHT!

Wer gut zu Fuß ist, macht sich über den Stationsweg mit 14 Kapellen auf zum Käppele, eine der berühmten Wallfahrtskirchen in Franken und ein weiteres architektonisches Meisterwerk von Balthasar Neumann, das auf dem Nikolausberg über Würzburg thront. Der einmalige Ausblick entlohnt für den mühsamen Aufstieg (ab der Haltestelle Nikolausstraße fährt auch der Bus der Linie 35 hinauf). Besuchen Sie unbedingt den Mirakelgang mit den vielen Weihegaben der Gläubigen, die um himmlischen Beistand gebetet haben.

ENTSPANNT BUMMELN

Zum Abschluss Ihres Besuchs in Würzburg geht es wieder hinab zum Main und über die Alte Mainbrücke in die Altstadt. Ein Bummel durch die Innenstadt führt Sie zu zahlreichen großen und kleinen Geschäften. Und weil weite Teile der Innenstadt zwischen Hauptbahnhof und Vierröhrenbrunnen Fußgängerzone sind, macht das Shoppen hier besonders viel Spaß. Dazu gibt es auf dem Weg immer wieder Gelegenheiten, in gemütlichen kleinen Cafés einzukehren und sich bei Kaffee, Tee oder kühlen Getränken zu erfrischen.

Für die HOTELSUCHE empfehlen wir das Portal booking.com, wo für Ihren Städtetripp die besten Angebote gesucht werden:

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