Mailand 2018-09-03T16:19:33+00:00

MAILAND – DAS ZENTRUM NORDITALIENS 

DIE STADT DER MODE

DIE STADT DER KULTUR

DIE STADT DER OPER

Für viele unserer Städte finden Sie ausführlichere Informationen in unseren Reiseführern „3 Tage in“, die Sie als Taschenbuch oder eBook direkt im BKB Shop oder im Buchhandel erwerben können!

Texte und Bilder auf unserer Website dienen der Orientierung und Planung Ihrer Reise nach Mailand. Alle Infos sind von der 3-Tage-in-Redaktion sorgfältig recherchiert und werden fortlaufend aktualisiert. Dennoch kann es vorkommen, dass einzelne Angaben lückenhaft oder veraltet sind. Wir sind daher für jede Richtigstellung oder Ergänzung unserer Infos dankbar. Bitte senden Sie Ihre Anregungen an: info@3-tage-in.de

TIPPS DER VISIT-THE-CITY-REDAKTION FÜR IHREN 3-TAGE-TRIPP NACH MAILAND

Ein Besuch in der Mailänder Scala ist ein schöner Grund für einen Tripp in die Hauptstadt der Lombardei. Das quirlige Mailand, reichste Metropole des Landes, steht für Mode und Design, ist berühmt für seinen gotischen Dom, Leonardo´s „Abendmahl“ und zahlreiche andere Kunstschätze, sein Opernhaus und seine beiden Fußballclubs, ist eine Stadt voller Kontraste und braucht ein bisschen länger, bis sie einem ans Herz gewachsen ist.

MAILAND AM 1. TAG

EIN DOM AUS MARMOR

Mailands Erkundung beginnt im Herzen der Stadt auf der Piazza del Duomo. Von hier, wo das Reiterstandbild des ersten italienischen Königs Vittorio Emanuele II. steht, fällt der Blick auf die strahlend weiße Fassade des Duomo di Santa Maria. 1386 begonnen, wurde die mit filigranen Giebeln, Türmchen und Statuen überreich dekorierte Fassade der Basilika erst um 1810 vollendet und zur Expo im Jahre 2015 frisch renoviert. Im Innern der drittgrößten katholischen Kirche der Welt beeindrucken die 52 reich verzierten Pfeiler und die gewaltigen Buntglasfenster.

Zu den absoluten Highlights gehört der Spaziergang über die Dachterrassen, zu denen Sie zu Fuß oder ganz bequem mit dem Aufzug an die Nordseite gelangen. Der Gang durch die Landschaft aus Türmchen, Bögen, Säulen und Statuen führt bis fast zur Madonnina, der vier Meter hohen vergoldeten Muttergottes-Statue, und gibt den Blick frei über die gesamte Stadt und bei guter Sicht bis zu den Alpen.

Wenn Sie ohne Anstehen Dom und Terrassen besichtigen möchten, können Sie schon von zu Hause Tickets buchen.

EINE PASSAGE ZUM TRÄUMEN

Direkt neben dem Dom führt ein riesiges Portal in Form eines Triumphbogens in Mailands Luxus-Einkaufspassage, die Galleria Vittorio Emanuele II. aus dem Jahre 1877. Sie besteht aus zwei sich kreuzenden Gallerien mit einem imposanten Glasdach und ist mit Stuckarbeiten, üppigen Fresken und Unmengen an Marmor geschmückt. Hier sitzt das Who is Who der italienischen Couture und es macht einfach Spaß, die Auslagen von Prada, Gucci, Luisa Spagnoli u.a. zu bestaunen. Trinken Sie einen Aperitivo in der Art-Nouveau-Bar Camparino, die schon seit 1915 Campari ausschenkt. Im Abendlicht ist ein Platz auf den oberen Terrassen zu empfehlen, wo Sie einen wunderbaren Panoramablick auf den Dom haben.

NICHT NUR EINE SCHATTIGE PIAZZA

Gegenüber der Passage liegt der Palazzo Reale, in dem über einen langen Zeitraum die Regierung Mailands ihren Sitz hatte. Heute hat hier das Museo del Duomo seinen Sitz und es sind hochkarätige Ausstellungen zu bewundern. Daneben präsentiert das Museo del Novecento Meisterwerke des italienischen Kubismus und Futurismus.

Nach einem Eis von der Gelateria Odeon (Piazza del Duomo 2) schlendern Sie weiter zur Piazza dei Mercanti, dem mittelalterlichen Handwerks- und Handelsplatz. Gerade in der Sommerhitze finden Sie hier ein schattiges Plätzchen, wenn auch die Außengastronomie von McDonalds das Bild ein wenig stört. Auf der rechteckigen Piazza haben einst Kaufleute mit Waren gehandelt, Handwerker ihre Dienste anboten und wurden in der offenen Pfeilerhalle des spätromanischen Palazzo della Ragione Versammlungen abgehalten und im Erdgeschoss Recht gesprochen.

Zum Abschluss stehen Literatur und Kunst auf dem Programm. Im Palazzo dell´Ambrosiana, benannt nach dem Kirchenvater Ambrosius von Mailand (gest. 379), ist die berühmte Ambrosiana untergebracht, in der mittelalterliche Schriften und Dokumente wie Zeichnungen, Graphiken und Urkunden aufbewahrt werden. Zu den berühmten Gemälden der Pinacoteca Ambrosiana gehören das „Bildnis eines Musikers“ von Leonardo das Vinci, der „Früchtekorb“ Caravaggios und der einzige erhaltene Karton für Raffael´s „Schule von Athen“.

…UND ABENDS IN DIE SCALA

Wenn Sie für den Abend Karten in der Scala, seit Jahrhunderten eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt, bekommen haben, beginnen Sie mit einem Aperitivo im benachbarten Ristorante. Hier treffen nach und nach die Besucher des Abends ein und es macht Spaß, die ganz unterschiedlichen Abendroben und Styles zu bewundern. Bevor Sie den rot-goldenen Innenraum mit seinen Logen über sechs Etagen betreten, sollten Sie noch wissen, dass das Opernhaus seinen Namen der kleinen Kirche Santa Maria della Scala aus dem 14. Jahrhundert verdankt, die für den Prestigebau einfach abgerissen wurde. Unser Tip: Wenn Sie eine Aufführung in der Scala besuchen möchten, müssen Sie das frühzeitig planen. Buchen Sie über die offizielle Tickethotline der Scala und kaufen keine vermeintlichen Restkarten bei Portalen wie Viagogo zu stark überhöhten Preisen.

MAILAND AM 2. TAG

EIN BESUCH BEIM HERZOG…

Für das Castello Sforzesco, das Francesco Sforza ab 1450 neu errichten ließ, sollten sie sich ein bisschen Zeit nehmen. Den Eingang der quadratischen Anlage mit den wuchtigen Ecktürmen bildet der Torre del Filarete, der fast 70 Meter hohe Torturm mit Uhr, der den Namen seines Erbauers, des Architekten und Bildhauers Antonio Averlino, genannt Filarete, trägt. Durch ihn gelangt man zur Piazza d’Armi, dem Exerzierplatz, und zu den wiederum um Höfe gruppierten Flügel der Rocchetta im Westen und des Corte Ducale, der herzoglichen Residenz im Norden.

…FÜHRT ZU ALTEN MEISTERN

Heute haben hier die Stadtmuseen ihren Sitz: Nicht verpassen sollten Sie die Pietà Rondanini, Michelangelo´s letzte unvollendete Skulptur im Museo d’Arte Antica, sowie Leonardo´s Deckenfresko eines Laubbaums in der Sala delle Asse. Ferner sind in der Pinacoteca Werke von Filippo Lippi, Andrea Mantegna, Canaletto, Correggio und Tiepolo ausgestellt, besitzt das Museo degli strumenti musicali eine der weltweit bedeutenden Sammlungen von Musikinstrumenten und präsentiert das Museo Egizio antike Kunst.

ENTSPANNUNG GEHT AUCH MIT KUNST

Zur Entspannung lädt ein Spaziergang durch den großen Schlosspark, den Parco Sempione mit alten Bäumen ein. Am Rand liegt das Triennale Design Museum in einem imposanten Bau aus den 1930er-Jahren, das neben einer Dauerausstellung zum italienischen Design immer wieder interessante Wechselausstellungen zeigt. Machen Sie je nach Wetterlage im Parkcafé oder im Triennale Design Café eine Pause und genießen den Blick auf den Park.

UNESCO WELTKULTURERBE

Wenn Sie Karten für Santa Maria delle Grazie vorbestellt haben, geht es jetzt zu der Dominikanerkirche. Die Basilika zählt als eines der besten Beispielen der Renaissancekunst zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ist schon die Bramante Kuppel ein Highlight, so zieht vor allem Leonardo da Vinci´s „Das letzte Abendmahl“ an der Wand des Repertoriums (Speisesaal) im Kloster die Zuschauer in ihren Bann. Das 9 x 4 Meter große Wandgemälde in Seccotechnik gilt wegen seiner Komposition als Meilenstein der Renaissance. Da Vinci hat hier den Moment festgehalten, in dem Jesus seinen Jünger offenbart, dass ihn einer von ihnen verraten wird.

Tipp: Ihre Tickets sollten Sie mindestens drei Monate vor der Reise besorgen.

UND DANN WAR DA NOCH SHOPPING…

Am Nachmittag können Sie soviel bummeln und shoppen, wie Sie Lust haben. Denn Shopping gehört in der Stadt der Mode und des Designs natürlich zum Pflichtprogramm. Eigentlich findet man fast überall kleine Läden und Boutiquen, die zum Stöbern, Anprobieren und Einkaufen einladen. Ganz edel ist es im Quadrilatero della Moda, dem „Viereck der Mode“ rund um die Via Monte Napoleone oberhalb des Domplatzes, wo die besten Modeschöpfer der Welt ihre Kreationen präsentieren. Weitere bekannte Einkaufsviertel liegen um den Corso Vittorio Emanuele II zwischen Dom und San Babila, junge internationale Modemarken findet man um die Via Torino und beim Corso Buenos Aires zwischen Porta Venezia und Piazzale Loreto. Bekanntestes Kaufhaus ist das La Rinascente an der Piazza del Duomo, das auf acht Stockwerken viele Designmarken beherbergt. Wer es lieber beschaulicher mag, spaziert durch die Gassen des Brera-Viertels mit vielen kleinen Boutiquen und Galerien. Auch lohnt der Ausflug in Navigli-Viertel, wo sich in den Straßen rund um den Kanal Künstler und Designer angesiedelt haben und es viele kleine Geschäfte zum Entdecken gibt. Hier hat sich Giorgio Armani ein Museum erbaut, um seine Kreationen, Zeichnungen und Fotos auszustellen (Via Bergognone 40).

…UND NATÜRLICH DER ABEND!

Gegen Abend geht´s dann spätestens in Navigli-Viertel. Die Navigli sind die künstlichen Wasserstraßen von Mailand, die im Laufe von sieben Jahrhunderten entstanden sind und die Stadt mit den Flüssen und Seen des Hinterlandes verbinden. Sie dienten als Transportwege z.B. für den Marmor zum Bau des Duomo und an ihren Ufern lebten einst Arbeiter und Handwerker. Heute sind der Naviglio Pavese und Naviglio Grande die Hot Spots im Mailänder Nachtleben, denn hier gibt es zahlreiche Bars und Restaurants. Wem das zu voll ist, der spaziert ein Stückchen über den Torso di Porta Ticinese zurück bis zu den Colonne di San Lorenzo, einem Überrest von 16 korinthischen Säulen aus dem 3. Jahrhundert. Rund um die Basilika San Lorenzo ist allabendlicher Treffpunkt und auf der Piazza kann man im Rugantino wunderbar Speisen oder in einer der Bars einen Aperitivo nehmen.

MAILAND AM 3. TAG

ERST EIN PAAR GROSSARTIGE BILDER…

Der letzte Tag beginnt mit dem Besuch der Pinacoteca di Brera, eine der bedeutendsten italienischen Kunstsammlungen. Ob Rubens „Letztes Abendmahl“, Bellinis „Maria mit Kind“, Caravaggio´s „Christus in Emmaus“ oder Raffael´s „Vermählung Mariä“, hier sind viele Meisterwerke zu bewundern. Zu verdanken ist der Grundstock der Gemäldesammlung Napoleon, der im Innenhof mit einer Bronzestatue von Antonio Canova als „Friedenstiftender Mars“ geehrt wird. Für eine Ruhepause im Anschluss bietet sich der Orto Botanico südlich des Palazzos an, der 1774 von der österreichischen Kaiserin Maria Theresia gegründet wurde (Via Brera, 28).

Einen geführten Rundgang durch die Pinacoteca di Brera können Sie von zu Hause hier buchen.

…DANN ENTSPANNT BUMMELN!

Ein Spaziergang durch die kleinen Gassen und Sträßchen des Szeneviertels Brera unweit der Scala bildet den Abschluss des Mailandbesuchs. Dank der Accademia di Belle Arti hat sich das Brera-Viertel seit dem 19. Jahrhundert zu einem ausgesprochenen Künstlerviertel entwickelt. Kleine Boutiquen, Kunstgalerien, Antiquitätengeschäfte, viele Restaurants und Bars liegen hier und laden zum bummeln und verweilen ein. Das macht das Viertel gerade an milden Sommerabenden und am Wochenende zum Anziehungspunkt für Mailänder wie auch Gästen.

NACH MAILAND MIT FLUGZEUG ODER BAHN

Mailand wird von vielen Fluggesellschaften angeflogen. Die großen Fluggesellschaften landen auf dem Großflughafen Milano-Malpensa (ca. 45 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt), Billiganbieter auf dem kleinen Flughafen Orio al Serio bei Bergamo (etwa 45 Kilometer bis zur City) und einige wenige fliegen den kleinen Stadtflughafen Lineare an (7 Kilometer bis zum Stadtzentrum). Von Malpensa erreichen Sie bequem mit dem Malpensa-Express oder mit dem Shuttlebus das Stadtzentrum, in Orio al Serio gibt es ebenfalls einen halbstündlich verkehrenden Shuttleservice und von Lineate verkehrt der Bus 73 oder Bus X76 bis zur Metro-Station San Babila.

Flugverbindungen sind einfach zu finden unter:

Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, können Sie hier nach der passenden Verbindung suchen:

Bildnachweis: Alle Bilder BKB Verlag außer Mailand, Piazza del Duomo: fotolia.com, Urheber: Nikokvfrmoto, Foto-ID: #108264377; Models auf dem Laufsteg: Urheber: fotolia.com, araelf, Foto-ID: #153175249; Mailand, Domterrasse: fotolia.com, Urheber: frenk58, Foto-ID: #116817881; Mailand, Scala: fotolia.com, Urheber: Amro, Foto-ID: #6414098; Mailand, Malpensa: fotolia.com, Urheber: boscorelli,  Illustrations-ID: #91051407; Mailand, Hauptbahnhof: fotolia.com, Urheber: fotobeam.de, Foto-ID: #69536730; Mailand, Galleria Vittorio Emanuele II: fotolia.com, Urheber: andersphoto, Foto-ID: #98298890; Mailand, Castello Sforzesco: fotolia.com, Urheber: orpheus26, Foto-ID: #90731679; Mailand, Santa Maria delle Grazie: fotolia.com, Urheber: Pavlo Vakhrushev, Foto-ID: #97195630; Mailand, Touristin auf der Piazza del Duomo: fotolia.com, Urheber: Alliance, Foto-ID: #128064719; Mailand, Naviglio. Canale Grande: fotolia.com, Urheber: faber121, Foto-ID: #119134808; Menschen in der Stadt: fotolia.com, Urheber: oneinchpunch, Foto-ID: #122591134.