Berlin 2018-09-19T17:35:58+00:00

BERLIN – METROPOLE IN DER MITTE EUROPAS

HIER HAT DIE KUNST IHR ZUHAUSE

HIER WIRD DIE POLITIK GEMACHT

HIER GIBT DIE NEUE SZENE DEN TON AN

DER BKB REISEFÜHRER “3 TAGE IN BERLIN”

Ausführliche Informationen zur Vorbereitung und Begleitung Ihrer Reise nach Berlin finden Sie in unserem Reiseführer „3 Tage in Berlin“. Handlich, übersichtlich, informativ! Ein Programm für drei Tage, Stadtplan, besondere Tipps und Adressen. Wir zeigen Ihnen die Highlights, nette Viertel, machen mit Ihnen Pause und erzählen Geschichten … Und zwar genauso viel, wie Sie für drei Tage brauchen!

 „3 Tage in Berlin“ gibt’s als Taschenbuch bei Ihrem Buchhändler oder direkt hier im BKB-Shop, wo es auch als eBook erhältlich ist!

Den BKB Reiseführer “3 Tage in” gibt es in deutscher und englischer Sprache im Buchhandel oder im BKB-Shop!

Texte und Bilder auf unserer Website dienen der Orientierung und Planung Ihrer Reise nach Berlin. Alle Infos sind von der 3-Tage-in-Redaktion sorgfältig recherchiert und werden fortlaufend aktualisiert. Dennoch kann es vorkommen, dass einzelne Angaben lückenhaft oder veraltet sind. Wir sind daher für jede Richtigstellung oder Ergänzung unserer Infos dankbar. Bitte senden Sie Ihre Anregungen an: info@3-tage-in.de

TIPPS DER VISIT-THE-CITY-REDAKTION FÜR IHREN 3-TAGE-TRIPP NACH BERLIN

Deutschlands alte und neue Hauptstadt ist nach ihrer wechselvollen Geschichte mit Preußen, Nazis und Alliierten und Jahrzehnten des Inseldaseins wieder auf die Weltbühne zurückgekehrt. Seit dem Mauerfall hat sich Berlin in atemberaubendem Tempo gewandelt: Es wurde gebaut, saniert, rekonstruiert, entworfen und – so wohl einmalig in der Welt – eine zerstörte Mitte neu gestaltet. Haben in früheren Jahrhunderten Schinkel, Langhans und Knobelsdorff das Stadtbild geprägt, so sind es heute Aalto, Foster oder Zumthor. Berlin gilt heute als eine der spannendsten Metropolen Europas: Ob Design oder Architektur, Mode oder Kunst, Theater oder Clubs, die Szene ist in Bewegung und es gibt immer und überall Neues zu entdecken.

Aktuelle Tipps der Redaktion finden Sie auf unserem Reise-Blog

BERLIN AM 1. TAG

Der erste Spaziergang durch Berlin führt in das Herz der Stadt: Vom wohl schönsten schönstem Platz, dem Gendarmenmarkt, flanieren Sie wie einst die Könige und Kaiser „Unter den Linden“ vorbei an geschichtsträchtigen Bauten bis zum Brandenburger Tor, dem Symbol der Wiedervereinigung. Vom Zentrum des preußischen Berlins geht es weiter in das neue Regierungs- und Diplomatenviert, das seit 1989 rund um den Reichstag entstanden ist, und von dort zur neuen Mitte Berlins, dem Potsdamer Platz.

AUF DEM GENDARMENMARKT

Der wohl schönste Platz Berlins bietet etwas für (fast) alle Sinne: ein gelungenes Architekturensemble aus Konzerthaus, Deutschem und Französischem Dom, klassische Musik und edle Gastronomie. Angelegt wurde er vor mehr als 300 Jahren als Marktplatz und erhielt später seinen Namen durch die Gens d’armes, einem königlichen Reiterregiment. In dem Viertel ließen sich viele aus Frankreich geflohene Hugenotten nieder, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts an der Nordseite des Platzes eine eigene Kirche errichteten. Als Pendant wurde gleichzeitig für die preußischen Protestanten ein zweites Gotteshaus erbaut. Beide Bauten werden von massiven Kuppeln beherrscht, die ihnen – abgeleitet vom französischen Wort für Kuppel (dôme) – die Bezeichnung Französischer und Deutscher Dom gaben.

UNTER DEN LINDEN…

An der Schinkel’schen Schlossbrücke mit ihren Skulpturen aus weißem Carrara-Marmor und gusseisernem Geländer haben Sie Berlins berühmtesten Boulevard erreicht: Unter den Linden. Wo einst ein Reitweg vom Schloss zum Tiergarten führte, hatte Kurfürst Friedrich Wilhelm 1647 je 1.000 Linden und Nussbäume pflanzen lassen. Allein die Linden blieben und gaben der Straße ihren Namen, die sich ein knappes Jahrhundert später nach der Anlage des Pariser Platzes zur Prachtstraße mit repräsentativen Bauten entwickelte. Die Linden, die heute dort stehen, wirken weniger prächtig. Sie stammen erst aus der Nachkriegszeit, denn die Nazis hatten für ihre Aufmärsche alle Bäume abholzen und die Straße verbreitern lassen.

…BIS ZUM PARISER PLATZ

Wenn Sie vor dem Adlon stehen, blicken Sie auf den Empfangssalon des alten Berlins: Im 18. Jahrhundert als Exerzier- und Vorplatz zum Stadttor angelegt, erhielt der Pariser Platz mit dem Einzug preußischer Truppen in Paris 1814 seinen heutigen Namen. Schon bald entwickelte er sich zu einer der nobelsten Wohnadressen der Stadt. Nach den schweren Kriegszerstörungen blieb der Platz zu DDR-Zeiten Brachfläche und war Teil der Sektorengrenze zwischen Ost und West. Nach der Wende wurde er in alten Dimensionen wiederaufgebaut, ohne dabei die historischen Vorgängerbauten exakt zu kopieren. Und so reihen sich heute hier so prominente Bauten wie die Botschaft der Vereinigten Staaten, die Akademie der Künste und die DZ-Bank von Stararchitekt Frank Gehry aneinander.

DAS BRANDENBURGER TOR

Höhepunkt des Boulevards Unter den Linden ist das Brandenburger Tor. Fast 30 Jahre lang war das vermauerte Tor ein weltbekanntes Symbol für das geteilte Deutschland und seine Öffnung im Dezember 1989 wurde zum Sinnbild der Wiedervereinigung. Mit seine fünf Durchgängen und der mächtigen Quadriga bildet das Stadttor, das Carl Gotthard Langhans in Anlehnung an die Propyläen auf der Athener Akropolis schuf, den monumentalen Abschluss des Prachtboulevards. Seit seiner Eröffnung 1791 war es Schauplatz vieler historischer Ereignisse: Napoleon ließ bei seinem triumphalen Einzug in Berlin 1806 die Quadriga als Kriegsbeute nach Paris entführen, von wo sie acht Jahre später im Zuge der Befreiungskriege wieder zurückkehrte. 1933 inszenierten die Nazis am Tor ihren Fackelzug, hier wurden 1945 die sowjetische Flagge gehisst und am 17. Juni 1953 der Arbeiteraufstand blutig niedergeschlagen.

PARLAMENTSBESUCH

Wundern Sie sich nicht über die langen Schlangen, die täglich vor dem Reichstag stehen. Die Besucher im Sitz des Deutschen Bundestages wollen meist nur eines, nämlich von Norman Fosters gläserner Kuppel aus die Aussicht über die Stadt genießen und einen Blick in den darunterliegenden Plenarsaal werfen. Dabei ist das Gebäude selbst, das Paul Wallot 1894 für das Parlament des Deutschen Reiches vollendete, wie wenige andere Spiegelbild der deutschen Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde der Reichstag in den 1960er-Jahren in vereinfachter Form ohne die 1945 gesprengte Kuppel wieder aufgebaut. Mit der Wiedervereinigung erhielt er endlich seine historische Rolle zurück, als am 20. Dezember 1990 der erste gesamtdeutsche Bundestag hier zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentrat.

DAS ZENTRUM DER MACHT

Hier ist das Domizil der Bundeskanzlerin mit Blick auf den Reichstag. Mittelpunkt des Komplexes ist das neungeschossige Leitungsgebäude, dessen gläserne Fassaden durch hohe weiße Stelen strukturiert werden. Wegen des hohen Halbkreises im oberen Teil der Mittelbaufassade wird das Gebäude auch „Bundeswaschmaschine“ genannt. Seitlich schließen sich lang gestreckte niedrigere Büroflügel an, die den Ehrenhof mit der monumentalen eisernen Skulptur „Berlin“ des baskischen Künstlers Eduardo Chillida umschließen.

DIE MITTE BERLINS

So wie der Potsdamer Platz in den Goldenen Zwanzigerjahren Synonym für das pulsierende Leben der Hauptstadt war, so verkörpert er heute die neue Metropole. Denn dort, wo Kriegszerstörung und Mauerbau eine riesige Brache hinterlassen haben, ist längst ein neues Kapitel aufgeschlagen: Namen wie Sony, Debis und DaimlerChrysler leuchten über Bürotürmen aus Stein, Stahl und Glas seitlich der breiten Autoschneise der Potsdamer Straße. Cinemaxx, IMAX-Kino, Spielbank, Musicaltheater, Restaurants, Nachtclubs und die mehrgeschossige Shoppingmall der Potsdamer Platz Arkaden in der Daimler-City 24 ziehen Menschen aus aller Welt an. Im Sony Center mit seinem 26-stöckigen, halbrund geschwungenen Turm und dem zeltähnlichen Dach locken darüber hinaus das Filmmuseum und der Kaisersaal des alten Grandhotel Esplanade. Ein atemberaubendes Panorama über Berlin bietet die Aussichtsplattform des gegenüberliegenden Kollhoff-Towers mit Europas schnellstem Personenaufzug.

ABENDS: DIE QUAL DER WAHL

Legendär ist das Nachtleben der Hauptstadt, die ihrem Ruf als „Europas Partystadt Nummer eins“ jederzeit gerecht wird. Ob Kultur oder Club, Jazz oder Techno, es gibt jede Menge Hotspots. Wer am Abend gerne etwas Kulturelles unternimmt, hat eine große Auswahl: So gibt es eine bunte Theaterlandschaft, die vom berühmten Berliner Ensemble über das experimentelle Maxim Gorki Theater bis hin zu kleinen Off-Theatern reicht. Politsatire oder Comedy ist auf den Bühnen der Wühlmäuse, der Distel und Co. zu Hause. Für Freunde der Oper gibt es drei große Opernhäuser, Klassikliebhaber finden nicht nur bei den Berliner Philharmonikern ein spannendes Angebot. Wer die leichtere Muse bevorzugt, wird von dem Angebot an Musicals und aufwendigen Revuen im Friedrichstadt-Palast, Wintergarten oder Theater des Westens begeistert sein. Für alle, die sich richtig ins Nachtleben stürzen möchten: Berlin ist das Mekka der Clubs und Nachtschwärmer können bis zum Morgen durchtanzen. Viele Tipps finden Sie in “3 Tage in Berlin“.

BERLIN AM 2. TAG

SPUREN DER GESCHICHTE

Das nationalsozialistische Terrorregime und der Kalte Krieg haben in Berlin viele Spuren hinterlassen. Deshalb führt der Spaziergang von deutsch-jüdischer Geschichte zum bekanntesten deutsch-deutschen Grenzübergang und zu einem ganz besonderen Erinnerungsort. Wer sich lieber mit den  Hohenzollern beschäftigen möchte, besucht eine der glanzvollsten barocken Schlossanlagen. Danach heißt es bummeln und shoppen, denn in Berlin  gibt es rund um Ku’damm, Friedrichstraße, im Scheunenviertel oder in Kreuzberg unzählige schicke Boutiquen, edle Designer-, Secondhandläden und mehr.

CHECKPOINT CHARLIE

Nicht versäumen sollten Sie den Ort, den viele aus Thrillern oder Spionageromanen, Filmen wie James Bonds „Octopussy“ oder John le Carrés „Der Spion, der aus der Kälte kam“ kennen. Heute erinnern nur noch ein Grenzhäuschen und ein Schild an den einst schwer bewachten Grenzkontrollpunkt, um den sich viele Agentengeschichten ranken: Der von den Amerikanern kontrollierte Checkpoint Charlie war von 1961 bis 1990 der einzige Grenzübergang, an dem Ausländer von West- nach Ostberlin passieren konnten.

JÜDISCHES MUSEUM

Schräge, bizarre Fenster, leere Betonschächte, sperrige Barrieren, ein eingeschnittener, schräger Holzvorbau sind nur ein paar der Merkmale des mittlerweile weltberühmten Zickzackbaus von Daniel Libeskind, der die Zerstörung jüdischen Lebens in Deutschland auch physisch erlebbar machen wollte. Wer einmal im Garten des Exils auf dem schiefen Grund zwischen den hohen Betonstelen oder im dunklen Gedenkraum des Holocaust-Turms gestanden hat, wird das bestätigen.

Spektakulär ist aber auch die Ausstellung des Jüdischen Museums, die zu einer Entdeckungsreise durch zwei Jahrtausende deutsch-jüdischer Geschichte einlädt. Historische Dokumente wie die Judengassenordnung Speyers aus den Jahren 1348/49, Kunstobjekte wie der Toraschild mit preußischem Adler oder Alltagsgegenstände wie die Spendenbüchse für den Aufbau eines jüdischen Gemeinwesens in Palästina erzählen in Epochenbildern von jüdischer Kultur in Deutschland vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

TOPOGRAPHIE DES TERRORS

Auf dem Gelände an der Niederkirchnerstraße befanden sich während des Dritten Reichs die wichtigsten Einrichtungen des nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparates: die Zentrale der Geheimen Staatspolizei (Gestapo), die Reichsführung SS, der Sicherheitsdienst (SD) der SS und das Reichssicherheitshauptamt. Hier können Sie sich in der Dauerausstellung über diese Institutionen und ihre europaweit verübten Verbrechen kundig machen oder sich auf dem Rundgang durch die Ausgrabungen an 15 Stationen in die Geschichte des Areals einführen lassen. Dabei kommen Sie am längsten erhaltenen Reststück der Berliner Mauer im Zentrum Berlins vorbei.

EIN DENKMAL FÜR DAS UNVORSTELLBARE

Ob es überhaupt möglich ist, für Tragödien wie den Holocaust eine künstlerische Sprache zu entwickeln, mag jeder selbst entscheiden. Peter Eisenmans unendliches Stelenfeld, das den Betrachter mit einem wogenden Meer aus stehenden und liegenden Quadern in eine ortlose Stille versenkt, hat jedenfalls Maßstäbe für eine Kultur der Erinnerung gesetzt. Im unterirdischen „Ort der Information“ sind darüber hinaus die Namen der rund vier Millionen ermordeten Juden verzeichnet und dort gibt es viele Informationen über die Opfer und die Stätten des Grauens.

EIN AUSFLUG INS BAROCK

Wer gern auf den Spuren der Hohenzollern wandeln möchte, kann sich in einer der glanzvollsten barocken Schlossanlagen vergnügen. Was 1695 als Lustschlösschen für die Kurfürstin Sophie Charlotte seinen Anfang genommen hatte, wurde zu einer repräsentativen Schlossanlage mit prachtvoll ausgestatteten Räumen und Sälen erweitert. Noch heute sind im Innern von Schloss Charlottenburg  barocke Räume in ihrer originalen Gestalt sowie Kunst und Kultur aus mehreren Jahrhunderten zu besichtigen. Meisterwerke französischer Rokokomalerei, darunter die berühmten Watteau-Gemälde, schmücken die königlichen Wohnungen. Im Anschluss spazieren Sie durch den englischen Landschaftsgarten aus dem 18. Jahrhundert.

SHOPPINGBUMMEL

Ob schicke Boutiquen, edle Designerläden oder Second Hand, rund um Ku’damm, Friedrichstraße, im Scheunenviertel oder in Kreuzberg gibt es viele Möglichkeiten zum Shoppen:
KURFÜRSTENDAMM: Vom kurfürstlichen Reitweg zur bekanntesten Flaniermeile Berlins – so lässt sich die Geschichte des Boulevards beschreiben. Besonders reizvoll ist ein Abstecher in die Seitenstraßen, wo sich edle Designerläden, Antiquitätenhändler und Galerien niedergelassen haben.
FRIEDRICHSTRASSE: Auf einer Länge von ca. 3,3 Kilometern begegnen Ihnen auf der gestylten Shopping- und Erlebnisstraße Geschichte, Shopping und Kultur. Nummer eins unter dem Dach des völlig verglasten Baus des französischen Architekten Jean Nouvel sind die Galeries Lafayette, einzige Auslandsdependance des berühmten Pariser Edelkaufhauses. Nebenan sitzt im Art-déco-Ambiente des Quartiers 206 die internationale Fashion.
SCHEUNENVIERTEL: Ein Paradies für Modefans ist das Viertel rund um die Hackeschen Höfe. Zwischen Rosenthaler Platz, Hackeschem Markt und Sophienkirche haben sich Galerien, Modegeschäfte, kleine Läden, Restaurants, Cafés und Theater niedergelassen, die bis tief in die Nacht ihr Publikum anziehen. Rings um die Alte Schönhauser und die Mulackstraße sind in den kleinen Boutiquen und Flagship Stores internationale Kultlabels und Berliner Designer anzutreffen.

BERLIN AM 3. TAG

Von einem der Wahrzeichen aus startet der Spaziergang, Sie tauchen in Berlins Geschichte ein und können verschiedene Blicke auf die Stadt werfen. Später gilt es die schönste Frau Berlins zu bewundern, ein Stadttor der „Sieben Weltwunder der Antike“ oder eines der vielen anderen glanzvollen Schätze auf der weltweit einzigartigen Museumsinsel zu betrachten.

DER ALEXANDERPLATZ

Der Platz, der seit dem Besuch des Zaren Alexander I. 1805 Alexanderplatz genannt wird, war er einer der lebhaftesten Plätze der Stadt und gab Alfred Döblins berühmtem Roman seinen Namen. In DDR-Zeiten zum sozialistischen Platz umgebaut, wird er seit einigen Jahren umfangreich neu gestaltet. Vieles ist passiert, so fährt wieder die Straßenbahn über den Platz, wurde die Platzfläche mit dem Brunnen der Völkerfreundschaft und der Weltzeituhr erneuert. Mittelpunkt und mit 368 Metern das höchste Gebäude Deutschlands ist und bleibt der 1969 eröffnete Fernsehturm. Bei guter Sicht kann man im Panoramacafé 40 Kilometer weit sehen.

DAS ROTE RATHAUS

Neben dem Fernsehturm steht man am Rathaus, dem Sitz des Berliner Senats. Der Beiname „Rot“ hat nichts mit der politischen Couleur des Regierenden Bürgermeisters zu tun, vielmehr ist es der rote Backstein, der dem mehrflügeligen Bau mit dem markanten 74 Meter hohen Turm den Namen gab. Seine Fassade schmücken 36 Terrakottatafeln, die die Geschichte Berlins von den Anfängen bis zur Reichsgründung im Jahr 1871 erzählen.

DAS SCHEUNENVIERTEL

Der Spaziergang führt über die Spree ins Viertel rund um die Hackeschen Höfe, das seinen Namen von den Heu- und Strohscheunen hat, die Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, vor die Mauern der Stadt hatte verlegen lassen. Heute haben sich im einstigen Hinterhof Berlins, den Alfred Döblin in seinem Roman „Berlin Alexanderplatz“ so eindringlich beschrieben hat, Galerien, Modegeschäfte, kleine Läden, Restaurants, Cafés und Theater niedergelassen. Zu den schönsten Bauwerken gehören die Hackeschen Höfe , ein 10.000 Quadratmeter großes Geflecht aus acht Höfen, dessen Nutzungskonzept aus der Zeit um 1900 mit Handwerksbetrieben, Läden, Amüsierbetriebe und Wohnungen wiederhergestellt ist.

DER BERLINER DOM

Wer den reich verzierten neobarocken Zentralbau betritt, wird überrascht sein von der verschwenderischen Innenausstattung mit Marmor, Stuck und Gold, farbenprächtigen Buntglasfenstern und Mosaiken. Dies scheint so gar nicht mit protestantischer Nüchternheit übereinzustimmen.

Doch als Kaiser Wilhelm II. um 1900 den Neubau der Hofkirche und Grablege der Hohenzollern plante, wünschte er eine protestantische Antwort auf den Petersdom. Und so kann man in der Hohenzollerngruft die Prunksarkophage und Grabmäler von vielen Mitgliedern des ehemaligen preußischen Königshauses bewundern: Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm, Kurfürstin Dorothea, der erste König in Preußen, Friedrich I. und Königin Sophie Charlotte haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.

UNESCO WELTKULTURERBE: DIE BERLINER MUSEUMSINSEL

Einmal die “schönste Frau Berlins” bewundern und ein Stadttor aus den „Sieben Weltwundern der Antike“ zu betrachten, das gehört beim Besuch des weltweit einzigartigen Museumsensembles zum Programm. Ganz gleich, ob Sie sich für schöne Künste, historische Architektur oder für Geschichte interessieren, auf der Museumsinsel ist alles vertreten und hier werden Schätze aus 6.000 Jahren Weltkunst präsentiert.

Seitdem der Museumskomplex 1999 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, geht die Restaurierung schrittweise voran. Bis 2025/26 sieht das Areal der Vollendung seines Masterplans entgegen, nach dem die architektonische Autonomie der einzelnen Häuser bestehen bleibt, diese aber durch das neue Eingangsgebäude und die Archäologische Promenade miteinander verbunden und als Museumskomplex erlebbar gemacht werden.

Blickfang am Lustgarten ist die klassizistische Fassade des Alten Museums. Mit seiner 18-säuligen Vorhalle bildet der Bau – nach der Schinkel’schen Planung einst das Pendant zum Stadtschloss – das Entrée zur Museumsinsel und beherbergt die Antikensammlung. Dahinter schließt sich das Neue Museum an und östlich erhebt sich das tempelartige Gebäude der Alten Nationalgalerie, das Skulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts präsentiert. Beide wurden von Friedrich August Stüler, einem Schüler Schinkels errichtet. Auf das von Alfred Messel entworfene Pergamonmuseum folgt an der nördlichen Spitze der Museumsinsel das Bode-Museum, in dem die Skulpturensammlung, das Museum für Byzantinische Kunst und das Münzkabinett untergebracht sind.

Als neues Eingangsgebäude wird die James-Simon-Galerie zwischen Kupfergraben und dem Neuen Museum dienen. Nach dem Entwurf des Architekten David Chipperfield knüpft das Bauwerk an das historische Motiv der Stüler’schen Kolonnaden an, nimmt dadurch Bezug auf das angrenzende Pergamonmuseum und fügt sich damit auf harmonische Weise in das historische Ensemble ein.

MIT FLUGZEUG ODER BAHN NACH BERLIN

Berlin erreichen Sie sehr gut mit Flugzeug oder Bahn. Der Hauptbahnhof ist über das ICE-Netz der Bahn von allen Orten gut zu erreichen. Direkt am Rande des Stadtzentrums gelegen, bietet er in jede Richtung eine gute Anbindung. Die S-Bahnen 5, 7 und 75 fahren im zweiten Obergeschoss, die U-Bahn 55 im 1 Untergeschoss und die Buslinie TXL, M 41, M 85, N20, N40, 120, 123, 147, 240, 245 ab den Haltestellen auf den Vorplätzen. Taxen stehen an den Ausgängen Washingtonplatz und Europaplatz

Mit dem Flugzeug erreichen Sie Berlin über die internationalen Flughäfen Berlin-Tegel oder Berlin-Schönefeld. Mit dem Airport Express erreichen Sie ab Bahnhof den Flughafen Berlin-Schönefeld in einer halben Stunde den Hauptbahnhof, der Expressbus X7 verbindet den Flughafen ab Terminal direkt mit der U-Bahn- Station Rudow. Stündlich fährt ein Regionalzug nach Potsdam, im 10-Minuten- Takt die S-Bahn über den Ostring und den Südring. Taxen parken vor dem Terminal A. Mit dem TXL JetExpressBus ab Haltestelle Alexanderplatz, dem X9 JetExpressBus ab Haltestelle Zoologischer Garten und den Buslinien 128 und 109 fahren Sie direkt vor die Terminals A und B des Flughafens Schönefeld. Taxen parken im Innenring von Terminal A auf Höhe der Gates 6 bis 9 sowie vor den Terminals C und E.

Flugverbindungen von und nach Berlin sind einfach zu finden unter:

Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, können Sie hier nach der passenden Verbindung suchen:

Eine günstige Alternative für die Anreise und das nicht nur für junge Leute ist der Fernreisebus:

Bildnachweis: Alle Bilder BKB Verlag außer Quadriga auf dem Brandenburger Tor; Brandenburger Tor; Schloss Charlottenburg: visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien; Jazzgruppe: visitBerlin, Foto: Günter Steffen; Altes Museum: fotolia.de/F. Krawen, Foto-ID: #123418510; : Fahne auf dem Reichstag: fotolila.de/AR Pictures, Foto-ID: #93731539; loading cargo: fotolia.de/Maria, Foto-ID #95648980; Yorckschlösschen: visitBerlin, Foto: Pierre Adenis; Jüdisches Museum/Foto: Jens Ziehe; Pergamonaltar: Staatliche Museen zu Berlin/Margarete Büsing