Dresden 2018-10-24T11:41:02+00:00

DRESDEN – GELEBTE KULTURGESCHICHTE

ALTE MEISTER UND MEHR

BAROCKE GLANZLICHTER

UND EIN BLAUES WUNDER

Ausführliche Informationen zur Vorbereitung und Begleitung Ihrer Reise nach Dresden finden Sie in unserem Reiseführer „3 Tage in Dresden“. Handlich, übersichtlich, informativ! Ein Programm für drei Tage, Stadtplan, besondere Tipps und Adressen. Wir zeigen Ihnen die Highlights, nette Viertel, machen mit Ihnen Pause und erzählen Geschichten … Und zwar genauso viel, wie Sie für drei Tage brauchen!

 „3 Tage in Dresden“ gibt’s als Taschenbuch bei Ihrem Buchhändler oder im BKB-Shop, wo es auch als eBook erhältlich ist!

Den BKB Reiseführer “3 Tage in” gibt es in deutscher und englischer Sprache im Buchhandel oder im BKB-Shop!

Texte und Bilder auf unserer Website dienen der Orientierung und Planung Ihrer Reise nach Dresden. Alle Infos sind von der 3-Tage-in-Redaktion sorgfältig recherchiert und werden fortlaufend aktualisiert. Dennoch kann es vorkommen, dass einzelne Angaben lückenhaft oder veraltet sind. Wir sind daher für jede Richtigstellung oder Ergänzung unserer Infos dankbar. Bitte senden Sie Ihre Anregungen an: info@3-tage-in.de

TIPPS DER VISIT-THE-CITY-REDAKTION FÜR IHREN 3-TAGE-TRIPP NACH DRESDEN

Es gibt viele Gründe, der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, mit ihren einzigartigen Bauten und der eindrucksvollen Kulturlandschaft des Elbtals, den weltberühmten Kunstsammlungen und dem legendären Ruf als Musikstadt einen Besuch abzustatten. Nur wenige Stunden im Februar 1945 genügten, um die Stadt in Schutt und Asche zu legen. Dass heute wieder die einzigartige Silhouette am Elbufer zu bewundern ist, die den Maler Canaletto vor mehr als 200 Jahren zu seinem weltberühmten Gemälde inspiriert hatte, ist dem Aufbauwillen der Dresdner zu verdanken. Noch 1945 begannen sie mit der Restaurierung des barocken Zwingers. Heute ist mit der Vollendung der Frauenkirche das alte Stadtpanorama wiederhergestellt.

DRESDEN AM 1. TAG

Auf dem Spaziergang durch das historische Zentrum der Stadt begegnet ein in der Welt einmaliges Ensemble aus Bauten der Renaissance, des Barock und des 19. Jahrhunderts, welche die Schauseite des „Elbflorenz“ bestimmen und Dresdens Ruf als eine der schönsten Städte  Europas begründen. Höhepunkte sind der Besuch der Frauenkirche und der Residenz der Wettiner, in der Sie Europas reichste Schatzkammer bewundern können.

DER THEATERPLATZ – HIER BEGINNT DAS ZENTRUM

Ausgangspunkt des Stadtrundgangs ist der Theaterplatz, der wegen seines Ausblicks auf die berühmten Bauwerke der Stadt als einer der schönsten in Europa gerühmt wird: Von hier aus kann man den Blick über Semperoper, Zwinger, Residenzschloss, Hofkirche, Italienisches Dörfchen und Altstädter Wache schweifen lassen. Seine Mitte beherrscht das Reiterstandbild König Johanns (1854-1873), der als Gelehrter den sächsischen Thron bestiegen und zuvor bereits eine Übersetzung von Dantes „Göttlicher Komödie“ herausgegeben hatte.

MEHR ALS EIN OPERNHAUS

Sie hat Brände, Luftangriffe und Hochwasser überlebt und ist aus den Ruinen immer wieder auferstanden: Die Semperoper, die wegen ihrer imposanten Architektur und ihrer besonderen Akustik als eines der schönsten Opernhäuser der Welt gilt und dank der Werbung von Radeberger Pilsner in ihrer allabendlichen Illumination fast überall bekannt sein dürfte. Nachdem sein erster Bau einem Brand zum Opfer gefallen war, hatte Gottfried Semper ein zweites Haus in Anlehnung an die italienische Hochrenaissance entworfen. Dieses historische Baudenkmal wurde nach der Kriegszerstörung unter Einbeziehung modernster Bühnentechnik fast originalgetreu wieder rekonstruiert und 1985 mit Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ feierlich wiedereröffnet.

DAS SCHLOSS IN DER MITTE DER STADT

Das Schloss war die prachtvolle Residenz der Wettiner.  Es ist in über sieben Jahrhunderten aus einer Burg entstanden und wurde nach der Kriegszerstörung als Museumszentrum des Freistaates Sachsen wiederaufgebaut. In der Augustusstraße treffen Sie an der Außenseite des Langen Gangs auf den berühmten Fürstenzug, dem größten Porzellanbild der Welt. Auf über 100 Meter Länge und 25.000 Fliesen aus Meissener Porzellan sind die wettinischen Herrscher von 1127–1904 samt ihres Gefolges dargestellt. Der Fürstenzug war von 1872 bis 1876 zunächst in Sgraffitotechnik ausgeführt und später wegen der schnellen Verwitterung auf Keramikfliesen übertragen worden.

DIE BRÜHLSCHE TERRASSE

Vom Schlossplatz führt der Weg über die breite Freitreppe vorbei an den Statuen der Vier Tageszeiten auf den „Balkon Europas“, wie die Brühlsche Terrasse wegen ihres phänomenalen Blicks auf die Kathedrale und die Semperoper, auf das Neustädter Ufer und die weiten Auen der Elbe genannt wird. 1740 hatte Friedrich August II. seinem Staatsminister Heinrich Graf von Brühl diesen Teil der Stadtbefestigung geschenkt, der hier einen barocken Lustgarten mit zahlreichen Bauten anlegen und rauschende Feste feiern ließ.

DIE FRAUENKIRCHE

Höhepunkt des Spaziergangs durch die Altstadt ist der Besuch des protestantischen Gotteshauses, das zum Stolz aller Dresdner nach 60 Jahren wieder das Stadtbild prägt. Als am 30. Oktober 2005 die Glocken zur Weihe der neuen Frauenkirche läuteten, war dass das Ergebnis eines in der Welt wohl beispiellosen Engagements und ein Symbol der Versöhnung zwischen den Völkern: 45 Jahre, nachdem das barocke Meisterwerk im Bombenhagel des 13. Februars 1945 schwer beschädigt worden und zwei Tage später zusammengestürzt war, gründeten engagierte Bürger eine Initiative zum Wiederaufbau und trugen diese Idee in die Welt hinaus. Sie fanden in 23 Ländern 13.000 Unterstützer, die mehr als 100 Millionen Euro, fast zwei Drittel der Aufbaukosten zusammentrugen. Der Sohn eines ehemaligen Bomberpiloten in London, ein Kunstschmied, schuf das Turmkreuz.

DAS GRÜNE GEWÖLBE

Einzigartige Kunstwerke und Spitzenleistungen des Kunsthandwerks aus der fürstlichen Schatzkammer gibt es im Westflügel des Schlosses zu besichtigen: So etwa den berühmten Kirschkern, in den 185 Gesichter geschnitzt sein sollen, oder den barocken Tischaufsatz „Hofstaat zu Delhi“ von Johann Melchior Dinglinger mit 137 goldenen und farbig emaillierten Figuren und rund 3.000 Edelsteinen, für den August der Starke über 58.000 Taler zahlte (zum Vergleich: der Rohbau von Schloss Moritzburg kostete 50.000).

DRESDEN AM ABEND

Ob Sie das mediterrane Flair des Elbflorenz schnuppern, in einem gemütlichen Biergarten sitzen oder eine urige Kneipe kennenlernen möchten, für den Abend gibt es in Dresden viele Angebote. In der „Weißen Gasse“ und „Münzgasse“ der Altstadt laden Dutzende Restaurants und Bars zum Verweilen ein, hippiger sind die Bars und Kneipen im Szeneviertel Neustadt und Südseefeeling pur können Sie in lauen Sommernächten an der Elbe ergeben, die dann zur Partymeile wird. Im BKB Reiseführer “3 Tage in Dresden” finden Sie eine Auswahl der Lieblingslokalitäten unserer Redakteure.

DRESDEN AM 2. TAG

Am Vormittag bummeln Sie über die Flaniermeilen der Inneren Neustadt, bewundern barocke Bürgerhäuser, schicke Boutiquen und lauschige Hinterhöfe, bevor Sie durch das schillernde Szeneviertel Äußere Neustadt spazieren. Später ist dann Zeit zum Bummeln und Shoppen rund um Altmarkt und Prager Straße.

ÜBER DIE ELBE IN DIE NEUSTADT

Neustadt heißt der rechtselbische Stadtteil, weil August der Starke das ehemalige Altendresden nach einem Brand 1732 als „Neue Königliche Stadt“ wiederaufbauen ließ. Davon zeugt unter anderem die spätbarock-klassizistische Vierflügelanlage des Japanischen Palais, die er durch seinen Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann ausbauen ließ und die seine kostbare Sammlung chinesischer, japanischer und Meissener Porzellane aufnehmen sollte. Der Name Japanisches Palais leitet sich von der geschweiften, fernöstlich anmutenden Dachform, den chinesischen Hermen im Innenhof und den asiatischen Atlanten im Treppenhaus ab.

HAUPTSTRAßE – FLANIEREN UNTER PLATANEN

Die Hauptstraße ist der Boulevard nach Norden, der schon immer eine der beliebtesten Flaniermeilen der Stadt war. Die alten Platanen in der Mitte, die Brunnen und Skulpturen sowie die vielen kleinen Geschäfte und Boutiquen laden zum Bummeln und verweilen ein. Werfen Sie einen Blick auf die historischen Bürgerhäuser an der Westseite: Hier sind Durchgänge und Hinterhöfe geöffnet und zur Kunsthandwerker-Passage verbunden.

SZENEVIERTEL ÄUßERE NEUSTADT

Rund um Alaun-, Görlitzer- und Louisenstraße, wo im Juni 1990 noch die Bunte Republik Neustadt ausgerufen worden war, ist längst kein rein alternatives Viertel mehr. Mit den vielen kleinen Läden, Szenekneipen, Bars und Clubs ist die Äußere Neustadt ein lebendiges Viertel, dass auch wegen der von Zerstörungen weitgehend verschonten Gründerzeitarchitektur einen Bummel lohnt. Verpassen Sie nicht die Kunsthofpassage zwischen Alaun- und Görlitzer Straße. Sie besteht aus fünf von Dresdner Künstlern thematisch gestalteten Hinterhöfen, in denen Läden und Kneipen zum schauen und verweilen einladen.

EINKAUFEN WIE BEI OMA: PFUNDSMOLKEREI

Die “Pfundsmolkerei” gilt als der “schönste Milchladen der Welt“. Der komplette Innenraum ist mit farbigen Fliesen von Villeroy & Boch ausgestattet und im Original erhalten. Er ist damit eines der wenigen erhaltenen Beispiele für den klassischen “Tante-Emma-Laden” in reiner Jugendstil-Ausstattung. Der Ort ist aber nicht nur für kunsthistorisch Interessierte einen Besuch wert. Noch heute werden dort Dinge des täglichen Bedarfs wie Milch, Käse, Schokolade und Seife verkauft. Allerdings ist es nicht ganz leicht einzukaufen. Unzählige Touristen besuchen den Laden und, wenn man etwas kaufen möchte, sollte man nicht nur Geld, sondern auch Geduld mitbringen.

EINKAUFSBUMMEL

Der Altmarkt ist ein idealer Ausgangspunkt für den Shoppingbummel, der über die Prager Straße bis zum Hauptbahnhof führt. Wer mag, kann abseits der Flaniermeilen die älteste Kirche der Stadt, das Rathaus, DDR-Bauten und Architektur des 21. Jahrhunderts bestaunen. Eine besondere Attraktion inmitten der Nachkriegsbauten ist die Altmarkt- Galerie, ein modernes Einkaufszentrum mit rund 200 Fachgeschäften und Restaurants. Für Dresdner wie Touristen ist die Prager Straße die beliebteste Einkaufsmeile der Stadt, das Kugelhaus am Wiener Platz, das mit seiner gläsernen Kugel das erste Kugelhaus der Welt von 1928 in Dresden wieder aufnimmt, ergänzt das Shoppingerlebnis.

DRESDEN AM 3. TAG

Der Tag beginnt mit einem Ausflug nach Pillnitz in die Sommeresidenz August des Starken. Auf dem Rückweg machen Sie Halt in Loschwitz und bewundern Nobelvillen wie die Elbbrücke, bevor es zum Schluss in den Zwinger geht und Sie wie einst die höfische Festgesellschaft über Balustraden lustwandeln, sich an Wasserspielen erfreuen und dem Glockenspiel lauschen. Im Innern des barocken Meisterwerks locken Kunstsammlungen von Weltruhm.

DIE SOMMERRESIDENZ DES KURFÜRSTEN

Wenn Sie auch heute nicht mehr wie damals die höfische Festgesellschaft in der kurfürstlichen Gondel über die Elbe gleiten und über die von Sphingen eingefasste Freitreppe ins Palais schreiten, so ist doch schon die halbstündige Busfahrt durch das Elbtal nach Pillnitz ein Erlebnis für sich. Unterhalb der Weinberge an der Elbe gelegen und harmonisch in die Landschaft eingebettet treffen Sie auf ein Anwesen, das zu den bedeutendsten barocken Schlossanlagen Europas zählt. Wie harmonisch Landschaft und Architektur aufeinander wirken können, auf welchem Thron August der Starke gesessen hat und wie viele Blüten eine Kamelie trägt, erfahren Sie auf dem Ausflug in die Sommerresidenz des Dresdner Hofes.

EIN “BLAUES WUNDER”

Das Blaue Wunder heißt die Loschwitzer Elbbrücke wegen ihres hellblauen Anstrichs. Die stählerne Hängebrücke galt bei ihrer Einweihung 1893 mit ihren 140 Metern Spannweite als technische Spitzenleistung. Heute verbindet die Brücke nicht nur die zwei Elbufer, sie ist auch Ausgangs- oder Zielpunkt für Spaziergänge durch die Elbauen. Wer danach Erfrischung sucht, findet diese z. B. im idyllischen Biergarten direkt an der Elbe unterhalb des Blauen Wunders oder erlebt im toskanisch anmutenden Innern der Villa Marie die italienische Seite von Dresden.

DRESDENS SÜDLICHES FLAIR: LOSCHWITZ

Auf der Rückfahrt von Pillnitz machen Sie am Körnerplatz im alten Fischer- und Weindorf Loschwitz Halt und lernen den Elbhang mit seinen Nobelvillen und die ländliche Seite Dresdens kennen, die im Sommer südliches Flair versprüht. „Glücklicher, wie ich mich jetzt dünke, kann wohl keiner sein“, schrieb Caspar David Friedrich 1803 in sein Tagebuch, der wie viele andere Maler der Romantik hier eine Zeit lang lebte und arbeitete. Romantisch ist der alte Dorfkern bis heute geblieben – mit seinen liebevoll restaurierten Fischer-, Handwerker- und Weinbauernhäusern.

DER ZWINGER – HIGHLIGHT DES BAROCK

Weil August der Starke für seine höfischen Festveranstaltungen ein entsprechendes Ambiente wünschte, beauftragte er seinen Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und seinen Hofbildhauer Balthasar Permoser ein glanzvolles Ensemble zu entwerfen. Ab 1709 entstand eine Anlage aus Pavillons und Galerien, die sich spiegelbildlich um einen Hof gruppiert und zu einem barocken Gesamtkunstwerk aus Architektur, Plastik und Malerei verschmilzt. Heute zählt sie zu den bedeutendsten Schöpfungen des europäischen Barocks.

DIE GEMÄLDEGALERIE IM ZWINGER

Millionenfach kopiert wurden die beiden Engel am unteren Bildrand und dürften noch bekannter sein als die „Sixtinische Madonna“, die Raffael 1512/13 für den Hochaltar der Klosterkirche San Sisto in Piacenza malte. Es ist eines der berühmtesten Gemälde der italienischen Renaissance und gehört zu den Höhepunkten der Gemäldegalerie. August der Starke und sein Sohn August III. hatten in rund 50 Jahren fast all die Werke zusammengetragen, die den Ruhm der Galerie ausmachen und für die Gottfried Semper 1854 einen würdigen Rahmen schuf.

MIT FLUGZEUG ODER BAHN NACH DRESDEN

Dresden erreichen Sie mit Flugzeug oder Bahn. IC- und ICE-Züge verkehren aus den Richtungen Berlin, Leipzig, Nürnberg und Prag. Ein Fahrt von Berlin nach Dresden dauert ca. 90 Minuten. Vom Hauptbahnhof sind Sie in wenigen Minuten in der Innenstadt. Passende Bahnverbindungen finden Sie hier:

Kostengünstiger ist die Anreise mit dem Fernbus. Es gibt u.a. Direktverbindungen von und nach Berlin, München, Wien und Prag. Schauen Sie hier:

Wer mit dem Flugzeug anreisen möchte, kann den Internationalen Flughafen nutzen, der von vielen Fluggesellschaften angeflogen wird. Der Flughafen Dresden International befindet sich ca. neun Kilometer nördlich des Stadtzentrums und ist von dort mit der S-Bahn-Linie S2, den Buslinien 77 und 80 erreichbar.

Wenn Sie für den Aufenthalt in Dresden einen Mietwagen buchen möchten, empfehlen wir eine Suche über:

Bildnachweis: Alle Bilder BKB Verlag außer Dresden, Dresden (DRS) international Airport:  fotolia.com, Urheber: cirquedesprit, Foto-ID #42995577; Dampflock:  fotolia.com, Urheber: Mail Zeuge, Foto-ID #16700051; Aufmacher alte Meister; www.frank.exss.de, Urheber: Frank Exß; Blaues Wunder, http://christoph-muench.de, Urheber: Christoph Münch;  Elbsilhouette, christoph-muench.de, Urheber: Christoph Münch